Ausstellung: Detailfotos aus Weinbergen (Christine Kollbach)


17.06.2005

Ausstellung: Detailfotos aus Weinbergen (Christine Kollbach)

Kunst aus Kleinigkeiten
Die Fotografin Christine Kollbach macht aus alltäglichen Szenen eindrucksvolle Momentaufnahmen

MESENICH / KONZ. Mit einer großen Ausstellung präsentiert Christine Kollbach ihre ungewohnten und überraschenden Detailfotos aus Weinbergen im Wein-Café Johannishof in Mesenich. Bis zum 11. September können sich Besucher von den Fotografien begeistern lassen.
Von unserem Mitarbeiter DIETMAR SCHERF

Als perfekt und außergewöhnlich bezeichnen die Gäste die großformatigen Fotos in den Rahmengrößen von bis zu 50 mal 60 Zentimetern. “Solche Details hätte ich in Weinbergen nicht gesehen” oder “Dafür muss man aber ein gutes Auge haben” – so lauten einige Kommentare der Besucher.

Hunderte von Fotos hat die Hobbyfotografin bereits in Weinbergen zu allen Tages- oder Jahreszeiten gemacht. “Am liebsten fotografiere ich am Vormittag oder gegen Abend”, erzählt sie. Dann sei das Licht für ihre Arbeiten am besten.

Neue Heimat nah an den Weinbergen

Christine Kollbach kam durch puren Zufall zum Fotografieren. Sie hatte ihrem Mann Wilhelm eine Kamera geschenkt, die sie im Endeffekt aber mehr nutzte als er. Die Detailaufnahmen in den Weinbergen sind auch eher dem Zufall zuzuschreiben. Nach einer 23 Jahre dauernden beruflichen Odyssee ihres Mannes durch ganz Deutschland fanden sie vor ein paar Jahren in Mehring eine neue Heimat.

Ganz nah an den Weinbergen wohnte das Ehepaar dort. Für Christine Kollbach eine schöne Gelegenheit, sich mit der nahen Natur vertraut zu machen. “Ich gehe oft spazieren oder fahre mit dem Rad. Dabei sind mir Kleinigkeiten in den Weinbergen aufgefallen, die ich dann fotografierte”, erzählt sie.

Zu sehen ist bei den Aufnahmen im Makro-Bereich zum Beispiel dann das kleine Stück einer Rebe, das nach dem Schneiden noch am Draht hängt, die Bruchstelle am Rebenholz oder auch die winzige Schnecke an der Weinbergsmauer. Kollbach: “Bei meinen Arbeiten werde ich oft von Winzern angesprochen, die wissen wollen, was ich denn da mache.”

Bisher ist die Fotografin nie mit dem Vorsatz, gute Bilder mitzubringen, zu ihren Spaziergängen oder Radtouren gestartet. “Die Kleinigkeiten, an denen andere Menschen oft achtlos vorbeigehen, finde ich meist nur durch Glück und Zufall.” Die 50-Jährige, sie ist seit geraumer Zeit auch Mitglied in der fotografischen Gesellschaft in Trier, kann inzwischen mit Stolz auf mehrere gelungene Ausstellungen zurückblicken.

Ende vergangenen Jahres hat sie sich eine digitale Kamera gekauft und sich mittlerweile auch auf das spontane Fotografieren von Menschen im alltäglichen Leben spezialisiert. “Es müssen aber die berühmten Zufallsschüsse sein, denn wenn man die Menschen vor dem Auslösen zunächst anspricht, ist es mit der Momentaufnahme vorbei.”

Mittlerweile wohnt Christine Kollbach in Konz-Roscheid. Sie hat ihren Aktionsraum ins Konzer Tälchen und in den Bereich um Nittel gelegt. Es ist aber auch absehbar, dass in wenigen Monaten eine Ausstellung von Aufnahmen aus dem Roscheider Freilichtmuseum zu sehen sein wird. Ihr Ziel hat die Fotografin klar definiert: “Ich will noch bessere Fotos machen und weiter dazu lernen. Schön wäre es, wenn ich mit 90 Jahren immer noch mit der Kamera unterwegs sein könnte.”

Christine Kollbach versteht es, winzige Kleinigkeiten in Weinbergen gekonnt in Szene zu setzen.
Foto: Dietmar Scherf

© Intrinet 2005. Alle Rechte vorbehalten.

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